# Uely-3000 für Landwirte: der Agent für den Hof

Rechnet Futterration und Suisse-Bilanz mit deinen Zahlen, zitiert Agroscope und AGRIDEA und schreibt die Dokumente, die im Alltag anfallen.

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> Geh wieder raus. Der Arbeitsbereich für den Hof: rechnet mit deinen Zahlen, zitiert offizielle Quellen und schreibt die Dokumente, die im Alltag anfallen.

## Was Uely-3000 für den Hof macht.

### Rechnet dir das durch.

*01 / Rechnen*

Futterzukauf gegen Preis, Vorrat und GMF. Uely legt die Offerte in die Ration, rechnet den Grenzpreis nach und sagt, ob der Beitrag auf dem Grünland gefährdet ist. Formel und Eingaben liegen offen.

**Beispiel:** Rapsschrot franko Hof: lohnt sich der Zukauf, ohne den GMF-Beitrag zu gefährden?

Rechenweg:

- min Kosten unter NEL, APDE, APDN, TS-Verzehr und GMF 90 % Grundfutter
- Maissilage zählt als Grundfutter, nicht als Wiesenfutter
- Grenzpreis aus einem zweiten Lauf: plus oder minus eine Einheit der bindenden Vorgabe

Eingaben:

- Rapsschrot 55.70 Fr./dt franko Hof (Offerte (Beispiel))
- Vorrat Heu, Grassilage, Maissilage, Gerste, Sojaschrot (eigener Fütterungsplan)
- Bedarf 132.1 MJ NEL, 1918 g APDE je Tier und Tag (Agroscope Grünes Buch)
- GMF 90 % Grundfutter, 75 % Wiesenfutter Tal (DZV Anhang 5)

**Ergebnis:** 10 Rp. je Kuh und Tag gespart, Wiesenfutter 61.5 % statt 75 %: der GMF-Beitrag ist gefährdet.

Mit Offerte 7.12 Fr./Tag (ohne 7.22), Grundfutter genau 90 %, Wiesenfutter 61.5 %. Bindend: NEL, APDE und die GMF-Grundfutterzeile. Nachgerechnet 2.04 Rp./MJ NEL und 0.39 Rp./g APDE. Maissilage zählt zum Grundfutter, nicht zum Wiesenfutter. Für 34 Kühe in 305 Tagen 1'037 Fr. weniger Futterkosten, gegen den Beitrag auf jeder Hektare Grünland.

Nebenbedingung: Uely bestellt nicht. Den Zukauf gibst du frei. Der GMF-Beitrag sitzt auf jeder Hektare Grünland.

AKh: 0.041

Quellen:

- [1] DZV 910.13, Weisungen 2026 Anhang 5 zu Art. 71g (Fachbibliothek)
- [2] Agroscope Grünes Buch, Bedarf Milchkuh (Fachbibliothek)
- [3] Swissbilanz Grangeneuve, Tabelle Zu-/Wegfuhr: Maissilage (Fachbibliothek)
- [4] Offerte und Fütterungsplan des Betriebs (Beispiel)

### Mit Quelle oder gar nicht.

*02 / Quellen*

Jede Zahl im Chat ist nummeriert verlinkt: Wegleitung Suisse-Bilanz, DZV, GRUD. Du kannst jede davon aufschlagen.

**Beispiel:** 34 Kühe, 12 ha: die Suisse-Bilanz ist nicht ausgeglichen. Reicht es, den Stickstoffdünger wegzulassen, oder muss die Jahresmilch korrigiert werden?

Rechenweg:

- Gesamtbilanz Formular F: verfügbar darf den Bedarf nicht übersteigen (Anbaujahr 2024 an)
- Anfall Milchkuh Tab. 1, Korrektur Tab. 2a: ±0.48 kg Nges je 100 kg Jahresmilch gegen 7'500 kg
- Mineraldünger ist Formular D (Zufuhr übriger Dünger), nicht die Ration

Eingaben:

- 34 Milchkühe, Norm 7'500 kg: 112 kg N, 95.2 kg Nges (Wegleitung Tab. 1)
- Jahresmilch 6'500 kg (eigene Ablieferung (Beispiel))
- 12 ha, 18 kg N/ha Mineraldünger (eigene Belege (Beispiel))
- Überhang 190 kg N (eigene Suisse-Bilanz (Beispiel))
- ausgeglichen = verfügbar ≤ Bedarf (DZV Anhang 1 Ziff. 2.1.5 und 2.1.7)

**Ergebnis:** Mineraldünger weglassen nimmt 216 kg N aus der Zufuhr und deckt den Überhang von 190 kg. Die Milchkorrektur nimmt 163 kg Nges aus dem Anfall.

12 ha × 18 kg = 216 kg N auf Formular D. Tab. 2a: 34 × 0.48 kg × 10 = 163 kg Nges (1'000 kg unter 7'500). 190 liegt unter 216, über 163. Proteinärmer füttern senkt Harn-N im Stall, ändert Tab. 1 aber nicht.

Nebenbedingung: Entscheidungshilfe. Du bestätigst, bevor etwas eingereicht wird.

AKh: 0.038

Quellen:

- [1] DZV Anhang 1 Ziff. 2.1.5 und 2.1.7, Wegleitung Suisse-Bilanz 1.20 Kap. 3.11 (Fachbibliothek)
- [2] Wegleitung Tab. 1 und Tab. 2a, Anfall Milchkuh (Fachbibliothek)
- [3] Belege Mineraldünger und Milchablieferung (Beispiel)

### Was gilt, und was es kostet.

*03 / Arbeit*

Aushilfe, Jugendschutz und der kantonale NAV, mit den Arbeitgeberbeiträgen auf dem Richtlohn. Uely zitiert die Bestimmung und rechnet den Stundenansatz inklusive Abgaben.

**Beispiel:** Für die Kartoffelernte will ich Aushilfe. Der Praktikant ist 16. Was gilt, und was kostet die Stunde inklusive Abgaben?

Rechenweg:

- ArG Art. 30: keine Anstellung unter 15. Art. 29–32 für 15 bis 18
- Erwachsenen-Arbeitszeit in der Landwirtschaft: kantonaler NAV, nicht die ArG-Woche
- Arbeitgeberkosten = Brutto × (1 + 8.4 % + 3.083 % UVG BU)

Eingaben:

- Praktikant 16 Jahre, Kartoffelernte (Beispiel)
- Kanton Freiburg, NAV 55 h/Woche bei Tierhaltung (NAV Landwirtschaft Freiburg)
- Innerlandwirtschaftlicher Lohnansatz 31 Fr./h (AGRIDEA Datensammlung 2024/25)
- Arbeitgeber 8.4 % plus 3.083 % UVG BU auf familienfremde AK (AGRIDEA Datensammlung 2024/25)

**Ergebnis:** 16 liegt über der Untergrenze. Art. 29–32 begrenzen schwere Arbeit. NAV Freiburg 55 h/Woche. 31 Fr. plus 11.483 % = 34.56 Fr./h Arbeitgeberkosten.

31 × 1.11483 = 34.56. Ferienzuschlag, BVG und KTG sind nicht in dieser Stunde. Der Betriebshelfer-Richtwert 32–40 Fr. ist nicht dieses Paket. Jugendschutz gilt, die 45-Stunden-Woche des ArG nicht.

Nebenbedingung: Zitierte Lektüre, keine Rechtsberatung. Die Anstellung entscheidest du.

AKh: 0.052

Quellen:

- [1] ArG Art. 29–32 und Art. 30 (Jugendschutz)
- [2] NAV Landwirtschaft Freiburg, Höchstarbeitszeit 55 h/Woche bei Tierhaltung
- [3] AGRIDEA Betriebswirtschaftliche Datensammlung 2024/25, Arbeitgeber 8.4 % und UVG BU 3.083 %
